UNO KLIMAKONFERENZ – Österreich erhielt „Fossil des Tages“

Österreich ist am ersten Tag der UNO-Weltklimakonferenz in Lima in Peru von Umweltschutzgruppen mit dem Negativpreis „Fossil des Tages“ bedacht worden. Grund dafür war, dass Österreich als eine von wenigen Industrienationen bisher keine konkrete Zusage für den „Green Climate Fund“ getätigt hat.

UNO-KLIMAKONFERENZ 02.12.2014

Im Vorfeld der Konferenz haben alle wichtigen Industrienationen und sogar einige Entwicklungsländer Geld in Höhe von fast zehn Milliarden Dollar für den Fonds zugesagt, mit dem klimarelevante Projekte in Entwicklungsländern finanziert werden sollen. Auch Österreich hat auf der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 versprochen, einen Beitrag dazu zu leisten.

Im Gegensatz etwa zu Deutschland (eine Milliarde Dollar), Schweden (580 Millionen Dollar), Italien (313 Millionen Dollar) oder der Schweiz (100 Millionen Dollar) gab es von Österreich bisher allerdings nur eine vage Zusage, ohne dabei eine bestimmte Summe zu nennen.

Vergeben wird der „Fossil-of-the-Day“-Preis vom Climate Action Network (CAN), in dem 900 Umweltorganisationen aus der ganzen Welt zusammen geschlossen sind.

Links: UNO-Klimakonferenz in Lima  und Climate Action Networks (CAN)

Quelle: science.ORF.at/APA

BEA ist CLIMATE STAR

eCar Sharing Projekt aus Baden gewinnt den europäischen Climate Star 2014

Bereits zum sechsten Mal hat das Klimabündnis Europa die besten Klimaschutzprojekte von Gemeinden und kommunalen Netzwerken in ganz Europa ausgezeichnet. Insgesamt wurden in der Burg Perchtoldsdorf in Niederösterreich in 4 Kategorien 17 Projekte aus 9 Ländern vor den Vorhang geholt. Darunter Städte wie Budapest, Den Haag und Essen. Und darunter auch die niederösterreichische Klimabündnis-Gemeinde Baden. Sie wurde in der Kategorie „10.000 – 100.000 EinwohnerInnen“ für das Projekt „bea, das Badener eCar Sharing“ prämiert.

Baden – bea, das Badener eCar Sharing

Baden bei Wien geht bei der E-Mobilität neue Wege und ist Vorreiter in einer außergewöhnlichen Projektkooperation. Nach vier Monaten Vorbereitung startete „bea“ Ende März 2014.

bea ist ein Elektroauto und wird von 28 Badenerinnen und Badenern sowie vier Wirtschaftspartnern als eCar Sharing Fahrzeug genutzt. Für die operative Abwicklung und als erste Ansprechstelle für die bea-NutzerInnen entschied sich das Klima- und Energiereferat für den Weltladen Baden. Genau dort und somit mitten im Zentrum der Kurstadt befindet sich auch der Parkplatz, der mit einer Stromtankstelle ausgerüstet ist.

Die erste Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: drei bea-NutzerInnen haben inzwischen ihr Erstauto verkauft, zwei Familien sind knapp davor. Im Rahmen des universitären Projektes „Sustainability Challenge 2014“ wird bea zudem auch wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Buchung erfolgt über das Reservierungssystem von Caruso Carsharing. Vom Smartphone oder dem PC können Buchungen ganz einfach vorgenommen werden. Das Fahrzeug wurde extra dafür sogar technisch umgerüstet. Und zur Bewerbung wurde eine eigene Kommunikationsstrategie entwickelt – samt Homepage, Bewerbung auf Facebook, Twitter, Xing und einem bea-Treffen zum Erfahrungsaustausch.

INFORMATIONEN:

www.drive-bea.at

bea-VIDEO

 

Mehr Sonnenstrom für mich – Optimierungsperspektiven für Eigenstromverbrauch

Photovoltaic Austria sucht Pioniere

Immer wieder hören wir, wie kleinere oder mittlere „Erfinder“ Wege finden, eigenen Sonnenstrom über die bekannten Wege hinaus sinnvoll zu nutzen. Einige dieser Beispiele sind auch exzellent dokumentiert. Es geht nun darum, diese „Pioniere“ vor den Vorhang zu holen und ihre Arbeiten und Leistungen, als so genannte Best-Practice-Beispiele, in einer Broschüre mit „Optimierungsperspektiven beim Eigenstromverbrauch“ zusammenzufassen und anderen Interessierten dadurch zugänglich zu machen.

Gesucht werden Beispiele bzw. Projekte, mithilfe derer der Eigenstromverbrauch von Sonnenstrom optimiert bzw. ausgeweitet werden kann wie zum Beispiel:

– intelligente Steuerung der eigenen Haushaltsgeräte

– Lösungen einer optimalen Kleinspeicherung

– Möglichkeiten der kollektiven Stromnutzung, oder

– Optimierung der Sonnenstromgewinnung an sich

Keine Idee ist zu klein um sie nicht einzubringen. Nicht nur fertige Projekte werden gesucht sondern auch Ideen bzw. umsetzungsreife Projekte, die, aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen, nicht oder noch nicht umgesetzt werden können oder noch weiterentwickelt werden müssen.

Die Ergebnisse

… werden von einer Fachjury im September bewertet und ausgewählte Projekte werden österreichweit und in einer Broschüre präsentiert.

Die Projekteinreichung

Wenn Sie also Beispiele bzw. Projekte kennen oder selber haben, mit denen eine Optimierung bzw. Ausweitung der eigenen PV-Stromnutzung möglich ist, bitten wir um alsbaldige Einreichung unter www.pvaustria.at/sonnenstrom_fuer_mich_mein_projekt

solar-panel-energie

Neues Förderprogramm „stationäre Solarspeicher“

Mit neuen Förderungen will Oberösterreich die Stromerzeugung aus Sonnenkraft weiter vorantreiben. Seit September gibt es nun erstmals Förderungen zur Speicherung von Solarstrom. Gut eine Million Euro stehen dafür zur Verfügung.

Solarstromspeicher sind noch ziemlich teuer. Die Preise für eine Haushaltsanlage reichen von 6.000 Euro bis 15.000 oder gar 20.000 Euro. Abhängig ist der Preis natürlich von der Technologie – Blei Akkus sind günstiger als Lithium-Ionen-Akkus – und den technischen Feinheiten der Speicheranlagen. In Oberösterreich werden künftig nur die teureren Akkus auf Lithium-Basis gefördert, und zwar mit 800 Euro je Kilowattstunde Nennkapazität oder maximal 50 Prozent der Brutto-Anschaffungskosten.

Höchstförderung von 4.800 Euro

Gefördert werden Speicher bis zu einer Nennkapazität von 6 Kilowattstunden, was also eine Höchstförderung von 4.800 Euro je Förderwerber ausmacht. Die Förderung können nur Personen beantragen, die ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben und den stationären Solarstromspeicher in Oberösterreich für ihren Haushalt nutzen.

Für Landesrat Rudi Anschober (Grüne) haben die Anlagen den Vorteil, dass der tagsüber produzierte, aber nicht verbrauchte Sonnenstrom nicht mehr zum geringen Markpreis ins Netz eingespeist werden muss, sondern zu einem beliebigen Zeitpunkt, etwa in der Nacht, selbst verbraucht werden kann.

5.000 neue Anlagen im Jahr 2013

Ob sich so ein Speicher auszahlt, hängt natürlich von den Kosten dafür, den Einspeistarifen und den Nutzungsgewohnheiten der Hausbesitzer ab. Insgesamt hat es in Oberösterreich, so Anschober, im vergangenen Jahr den bisher größten Zuwachs an Photovoltaikanlagen in Oberösterreich gegeben. 5.000 neue Anlagen seien dazugekommen, insgesamt gebe es derzeit gut 15.500 Photovoltaikanlagen in Oberösterreich. Was einer Fläche von etwa 130 Fußballfeldern entspreche.

0,8 Prozent des gesamten Oberösterreichischen Stromverbrauchs würden von ihnen produziert. Wie er am besten in Haushalten gespeichert werden kann, damit beschäftigt sich eine Tagung des oberösterreichischen Energiesparverbandes am 25. September in Linz.

Alle DETAILS zur Förderung finden Sie hier: Förderprogramm „Stationäre Solarspeicher“

Quelle: Land-OÖ und ORF-News vom 7.9.2014  (http://ooe.orf.at/news/stories/2667189/)

Energieautarkie: Vision oder Realität?

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Energie-autark, bezahlbar und die Gesellschaft am Nutzen teilhaben lassen. Keine Vision, sondern Realität.

In Freiberg/Sachsen (Deutschland) gibt es zwei Einfamilienhäuser, die sich weitgehend selbst mit Wärme, Strom und Mobilität aus der Sonne versorgen. Solarthermie mit Langzeitwärmespeicher und Photovoltaik samt Elektrospeicher versorgen diese Häuser mit Energie und lassen sie zur Tankstelle werden. Die Bewohner brauchen sich weder einzuschränken, noch zu sparen – intelligentes Verschwenden ohne schlechtes Gewissen.

Keine Robinson Lösung, sondern „Vernetzung“ – aber anders!

Für die Bauherren und Energieexperten Stephan Riedel und Timo Leukefeld ist diese individuelle Autarkie nur lebbar, wenn sie langfristig den Nutzen teilen können. Innovative Lösungen vernetzen die autarken Gebäude. So haben alle etwas davon: Bewohner, Energieversorger und Gesellschaft.

Speicherplatz zum Nutzen der Allgemeinheit

Die Beiden stellen dem regionalen Energieversorger enviaM den Elektroakku des Hauses sowie den des E-Mobils zur Verfügung. Den Energieversorgern kommt dies vor allem im Zusammenhang mit den häufig fluktuierend auftretenden erneuerbaren Energien zugute: Ist das Energieaufkommen im Netz höher als der Verbrauch, kann Strom eingespeichert und bei entsprechendem Mangel entnommen werden. Dies dient zum einen der Stabilisierung des öffentlichen Stromnetzes. Zum anderen kann dies zu Gewinnen führen: Liegt ein Überschuss vor, sinken die Strompreise an der Börse. Der Strom kann in diesen Speichern zwischengelagert werden, bis der Strompreis, bei geringem Energieaufkommen, wieder ansteigt.

Ähnlich verfahren die Bewohner mit dem Langzeitwärmespeicher: Diesen stellen sie für einen ähnlichen Zweck den Stadtwerken zur Verfügung, die dort Stromüberschüsse als Wärme einlagern.

Neue dezentrale Geschäftsmodelle statt Subventionen

Diese Prinzipien möchten die Solarexperten in einem nächsten Schritt zu einem echten Geschäftsmodell erweitern: Die Energieversorger legen einen Anteil des Gewinns, den sie durch die Einlagerung oder die Entnahme von Energie erwirtschaften, auf die Hauseigentümer, die in den Speicherplatz investieren, um. Statt über staatliche Subventionen, werden auf diese Weise echte Anreize geschaffen, sich bei der Entscheidung für ein Hausmodell, in die allgemeine Versorgungslage aktiv mit einzubringen.