Mehr Sonnenstrom für mich – Optimierungsperspektiven für Eigenstromverbrauch

Photovoltaic Austria sucht Pioniere

Immer wieder hören wir, wie kleinere oder mittlere „Erfinder“ Wege finden, eigenen Sonnenstrom über die bekannten Wege hinaus sinnvoll zu nutzen. Einige dieser Beispiele sind auch exzellent dokumentiert. Es geht nun darum, diese „Pioniere“ vor den Vorhang zu holen und ihre Arbeiten und Leistungen, als so genannte Best-Practice-Beispiele, in einer Broschüre mit „Optimierungsperspektiven beim Eigenstromverbrauch“ zusammenzufassen und anderen Interessierten dadurch zugänglich zu machen.

Gesucht werden Beispiele bzw. Projekte, mithilfe derer der Eigenstromverbrauch von Sonnenstrom optimiert bzw. ausgeweitet werden kann wie zum Beispiel:

– intelligente Steuerung der eigenen Haushaltsgeräte

– Lösungen einer optimalen Kleinspeicherung

– Möglichkeiten der kollektiven Stromnutzung, oder

– Optimierung der Sonnenstromgewinnung an sich

Keine Idee ist zu klein um sie nicht einzubringen. Nicht nur fertige Projekte werden gesucht sondern auch Ideen bzw. umsetzungsreife Projekte, die, aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen, nicht oder noch nicht umgesetzt werden können oder noch weiterentwickelt werden müssen.

Die Ergebnisse

… werden von einer Fachjury im September bewertet und ausgewählte Projekte werden österreichweit und in einer Broschüre präsentiert.

Die Projekteinreichung

Wenn Sie also Beispiele bzw. Projekte kennen oder selber haben, mit denen eine Optimierung bzw. Ausweitung der eigenen PV-Stromnutzung möglich ist, bitten wir um alsbaldige Einreichung unter www.pvaustria.at/sonnenstrom_fuer_mich_mein_projekt

Neues Rekordniveau bei globaler installierter Leistung von erneuerbaren Energieträgern dank wachsender politischer Unterstüztung in Entwicklungs- und Schwellenländern

Anfang 2014 unterstützten 95 Entwicklungs- und Schwellenländer den Ausbau von erneuerbaren Energien durch politische Maßnahmen. Dies entspricht einer Versechsfachung der nur 15 Länder mit Förderungsmechanismen in 2005.

Auf erneuerbaren Energieträgern basierende Stromproduktionskapazitäten wuchsen 2013 um 8.3 % und verzeichneten ein neues Rekordniveau. Mehr als 56% der Nettozugänge an globaler installierter Leistung im Strombereich entfielen auf erneuerbare Energieträger, welche nun fast ein Fünftel des Gesamtenergieverbrauchs bereitstellen.

Somit repräsentieren Entwicklungs- und Schwellenländer die überwältigenden Mehrheit der 144 Länder mit Energiepolitiken und Zielen für erneuerbare Energie. Die zunehmende Förderung von erneuerbaren Energien in Schwellen– und Entwicklungsländern steht in starkem Kontrast zu instabilen politischen Rahmenbedingungen in Europa und den Vereinigten Staaten, wo es teils sogar zu rückwirkenden Veränderungen von Förderungsmechanismen kam.

Laut dem Renewables 2014 Global Status Report (GSR), welcher während dem von den Vereinten Nationen ausgerichteten Sustainable Energy for All Forum in New York vorgestellt wurde, leisteten politische Fördermaßnamen und Regularien einen zentrale Beitrag zum Erreichen des neuen Rekordwerts für installierte Leistung erneuerbarer Energieträger. Ende 2013 betrug die installierte Leistung an erneuerbaren Energieträgern zur Stromproduktion rund 1,560 Gigawatt (GW), was einem Zuwachs vom 8,3% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Desweiteren basierten mehr als 22% der weltweiten Stromproduktion auf erneuerbaren Energien.

2013 arbeiteten schätzungsweise 6,5 Millionen Menschen weltweit direkt oder indirekt im Bereich der erneuerbaren Energieträger.

Höhepunkte des Jahres 2013:

  • Mehr als 56% der Nettozugänge an globaler installierter Leistung im Strombereich entfielen auf erneuerbare Energieträger.
  • Installierte Wasserkraftleistung stieg um 4% an (auf ca. 1.000 GW), welches rund einem Drittel des erneuerbaren-Enerigeleistungszuwachses in 2013 entspricht. Die installierte Kapazität aller weiteren erneuerbaren Energieträger zur Stromproduktion betrug Ende 2013 ca. 560 GW, welches einem Wachstum von fast 17% entspricht.
  • In 2012 wurden 19% des globalen Endenergieverbrauchs durch erneuerbaren Energien abgedeckt, welche 2013 weiter zunahmen. Hiervon entfielen 10% auf moderne erneuerbare Energieträger und 9% auf traditionelle Biomasse.
  • Zum ersten Mal wurde weltweit mehr Photovoltaik(PV)- als Windkraftleistung installiert.
  • Trotz des 22%igen Rückgangs in weltweiten PV Investitionen stieg die installierte Leistung an Photovoltaik um 27% an. Das Jahr 2013 war ein Rekordjahr für PV-Märkte mit Zugängen von rund 38 GW und einer installierten Gesamtleistung von ca. 138 GW. Mit einem Anteil von fast einem Drittel der globalen Leistungszugänge verzeichnete China ein enormes Wachstum, gefolgten von Japan und den Vereinigten Staaten.
  • China, die Vereinigten Staaten, Brasilien, Kanada und Deutschland führten weiterhin in Bezug auf installierte erneuerbare Stromkapazität.
  • In China übertraf Zuwachs erneuerbarer Stromkapazität zum ersten Mal fossile und atomare Leistungszugänge.
  • Vermehrt streben Städte und Regionen danach, den gesamten Energiebedarf einzelner Sektoren oder der gesamten Wirtschaft durch erneuerbare Energien abzudecken. Djibouti, Schottland und der Inselstaat Tuvalu wollen bis 2020 100% der Stromnachfrage durch erneuerbare Energien bedienen.
  • Uruguay, Mauritius und Costa Rica waren unter den führenden Ländern für Erneuerbare-Energieinvestitionen gemessen am Bruttoinlandsprodukt.
  • Ende 2013 betrug die weltweite Windkraftleistung 318 GW, dank Neuzugängen im Jahr 2013 von mehr als 35 GW. Trotz der Rekordwerte der vergangenen Jahre sanken die Neuzugänge um rund 10 GW im Vergleich zum Vorjahr, was auf einen starken Rückgang des amerikanischen Marktes zurückzuführen ist.
  • Der Anteil der aus moderner Biomass, Solarenergie, und Geothermie erzeugten Wärme und Kälte ist immer noch relativ gering, wuchs 2013 aber stetig und beträgt derzeit ca. 10%.
  • Weltweite Neuinvestitionen in erneuerbare Energien beliefen sich auf mindestens USD 249.4 Milliarden in 2013 und waren wiederum niedriger als im Rekordjahr 2011.

 

„Die globale Wahrnehmung erneuerbarer Energien hat sich grundlegend verändert“ sagte Arthouros Zervos, der Vorsitzende von REN21. „Im Laufe der letzten 10 Jahre haben kontinuierlicher technologischer Fortschritt und die rasche Verbreitung vieler erneuerbarer Energietechnologien bewiesen, dass es nun nicht mehr um die Frage geht ob Erneuerbare eine Rolle in der Energieversorgung zu spielen haben, sondern wie man das Ziel einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien und uneingeschränkten Energiezugang für alle am schnellsten erreichen kann. Damit dies Realität werden kann, muss sich die heutige Denkweise grundlegend ändern: Die Beibehaltung des Status Quos, welcher auf einem Patch-work aus Politiken und Maßnahmen beruht, reicht nicht mehr aus.“

 

Quellenhinweis: REN21 – Der REN21 2014 Renewables Global Status Report wird im Rahmen des UN Sustainable Energy for All Forums am Mittwoch, den 4. Juni 2014, um 12:30 in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York vorgestellt. Die Zusammenfassung des neuen Berichts ist für Medienvertreter unter folgendem Link zur Einsicht erhältlich: http://www.ren21.net/gsr

 

 

Forschungsprojekt InEnmasys – Website

Die IG Energieautarkie ist Partner des Forschungsprojekts InEnmasys – Intelligentes Energie Management System – gefördert aus den Mitteln von e!mission und klimafond.at.

Dezentrale erneuerbare Erzeuger produzieren zeitweise beträchtliche Überschüsse, welche nicht (bei thermischen Anlagen) bzw. nur zu einem geringen Entgelt (bei elektrischen Anlagen, v.a. nach Auslauf der Förderungen) verwertet werden können, obwohl ausreichende Verbraucher in direkter Nachbarschaft vorhanden wären.

InEnmasys möchte daher ein gebäude- und energieträgerübergreifendes Energiemanagementsystem entwickeln, die Potenziale und Möglichkeiten von drei Objekten (zwei Einfamilienhäuser, ein Gewerbepark, kommunale Einrichtungen) untersuchen und durch die Realisierung einer Pilotanlage die Funktionalität in der Praxis bewerten.

Durch das System wird der Gesamtenergieeinsatz des Gebäudeverbunds reduziert, die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Kleinerzeugungsanlagen erhöht und somit die Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Energiesystem weiter vorangetrieben.

Ab sofort finden alle Interessierte eine eigene Website mit Fakten und Hintergrundinformationen unter www.inenmasys.at

InEnmasys Gebäude

InEm­nasys Ge­bäude – In­tel­li­gentes En­ergie­m­an­age­mentsys­tems zwis­chen ver­schiede­nen Erzeugern, Ver­brauch­ern und Spe­ich­ern in Ge­bäu­den

Dezen­trale erneuer­bare Erzeuger pro­duzieren zeitweise be­trächtliche Über­schüsse, welche nicht (bei ther­mis­chen An­la­gen) bzw. nur zu einem gerin­gen Ent­gelt (bei elek­trischen An­la­gen, v.a. nach Aus­lauf der Förderun­gen) ver­w­ertet wer­den kön­nen, ob­wohl aus­re­ichende Ver­braucher in di­rek­ter Nach­barschaft vorhan­den wären. InEn­masys möchte da­her ein gebäude- und en­ergi­eträgerüber­greifendes En­ergie­m­an­age­mentsys­tem en­twick­eln, die Poten­ziale und Möglichkeiten von drei Ob­jek­ten un­ter­suchen (zwei Ein­fam­i­lien­häuser, ein Gewer­bepark, kom­mu­nale Ein­rich­tun­gen) und durch die Real­isierung einer Pilotan­lage die Funk­tion­al­ität in der Praxis be­w­erten. Durch das Sys­tem wird der Ge­samten­ergieein­satz des Ge­bäude­ver­bunds re­duziert, die Wirtschaftlichkeit erneuer­barer Klein­erzeu­gungsan­la­gen er­höht und somit die En­twick­lung hin zu einem nach­halti­gen En­ergiesys­tem weiter vo­r­angetrieben.

Dieses Forschungsprojekt wird zusammen mit den Projektpartnern Wicon Engineering, 4wardEnergy Research GmbH und der IGEA durchgeführt und von der FFG und dem Klima- und Energiefonds gefördert.

Projektlaufzeit: 03/2014 – 02/2017

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